Über die Arbeit
Nun will ich wieder von meiner Arbeit berichten. Es ist immer noch herrlich. Ich genieße echt jeden Tag. Zwischen drin hatte ich zwar nun auch mal ein paar Tage die nicht so schön waren. Wo im Büro einfach keine Arbeit da war und ich kleinere Aufgaben erledigen konnte, wie zum Beispiel nur Stifte spitzen. Aber ich bin Gott so dankbar, dass er mir da auch bewusst gemacht hat, dass diese Arbeit wichtig ist. Ich kann nicht immer nur so große ersichtlich wichtigen Dinge machen, manchmal muss man sich auch viele Blasen an den Fingern reiben für die kleinen Aufgaben (beim Spitzen).
Zur Zeit bin ich gerade auch beim bearbeiten einer Präsentation für Taléia, wenn sie dann nach Deutschland reist. Nora, meine Vorgängerin, hat sie schon begonnen und ich mache sie nun fertig. Auf Arbeit versuche ich nun auch nur noch Portugiesisch zu reden, doch das klappt noch nicht so ganz. Da Verstehen fällt mir so schwer. Im Inneren (Dörfer) bemühe ich mich immer mehr wirklich mit den Leuten zu unterhalten. Das klappt den einen Tag mal besser, den anderen schlechter. Kommt auch sehr auf meine Gesprächspartner an, wie viel Geduld sie mit mir haben. Zumindest macht es viel Spaß und wenn man dann die Erfolge sieht, ist die Freude groß!!
Ich bin auch sehr begeistert davon, wie Gott zu mir hier redet und wie ich ihn immer wieder erleben darf. Gerade durch die Menschen auf den Dörfern, durch ein Lächeln, eine Umarmung, darf ich immer wieder spüren, wie er da ist und mir Dinge deutlich macht. Ich darf hier soviel Lernen und Erkennen und Gott verändert mich. Das ist so schön auch so bewusst mit zu bekommen. Gott hat mich schon viel mehr Gelassenheit und Ruhe geschenkt. Ich bin nicht mehr so hektisch und auch mein totales Planen und dann enttäuscht sein, wenn es doch nicht klappt verliere ich immer mehr. So wie ich in Eigenschaften dazu lerne, wachsen ich vor allem auch im Glauben und in Erkenntnissen. Das wurde mir gerade auch in der Vorbereitung auf meine Andacht (die ich in der Morgenandacht bei der AMB am Mittwoch 26.9.07 gehalten habe) bewusst. Ich bin ein Missionar auch wenn ich nicht in den Urwald gehe und große Reden schwinge, auch wenn ich keine Bibelschule absolviert habe, etc. Wir alle Christen sollen kleine und große Missionare sein, dass sind wir nämlich allein schon, wenn wir einem anderen Menschen Gottes Liebe weitergeben, zum Beispiel durch eine liebevolle Umarmung. Missionar zu sein ist eine Einstellungssache, die wir jeden morgen neu bekennen sollen, Mission ist ein Lebensstil!
Sei ein kleiner Missionar in deiner Umgebung!! dazu will ich euch Mut machen!
Labels: 1 Jahr Brasilien

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