kleines_annchen

14 September 2007

13. setembro 2007 Besuch beim Patenkind

Heute durfte ich das Patenkind von meinem Freunden und mir besuchen. Wir haben ihr ein Puzzel geschenkt, worüber sie sich sehr gefreut hat. Gleich puzzelten wir zusammen los und anschließend lernte sie mir die Tiere auf Portugiesisch. Es war wunderschön und ich habe die Zeit sehr genossen!

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Ich fühle mich hier "Pudelwohl" :)

Mit jedem Tag gefällt mir meine Arbeit noch besser. Es ist einfach ein Traum, der Wirklichkeit ist! Ich darf jetzt hier in Brasilien sein und einfach für Gott arbeiten. Ich finde es richtig blöd, wenn Wochenende ist und ich nicht arbeiten darf! Egal ob im Büro oder wenn wir ausfahren ins Innere auf die Dörfer. Jeder Moment ist voll schön. Ein Kind zum Lachen zu bringen, einfach mit ihm Zeit zu teilen und ihm eine Weile Liebe, die man von Gott bekommt, zu schenken, das ist so genial. Meist muss man erst ein wenig versuchen so ein Kind zu begeistern, ihm ohne große Worte (Sprachverständigung klappt noch nicht so ganz) klar zu machen, dass man es gern und sein Freund sein will. Dann wenn das Eis gebrochen ist, ist es einfach nur wunderschön, man blödelt rum und macht witzige Fotos.
Die Büroarbeit ist nach einem meist anstrengenden Tag im Inneren sehr angenehm. An kann genauer Familien in Akten nachgehen, Portugiesisch lernen in dem man Briefe übersetzt, was auch sehr interessant ist, wie so Familien schreiben (sehr unterschiedlich)., und sein Deutsch nicht verlernen in dem man deutschen Paten schreibt, meist verknüpft mit christlicher Botschaft. Bald wir zu meinem Aufgabengebiet auch noch gehören Kinderprogramm zu gestalten für die Mütterversammlungen der Dörfer und die Gottesdienste in den Dörfern. Darauf freue ich mich schon sehr und habe auch schon Ideen, aber erst muss ich noch fleißig die Sprache lernen.
Noch was: Für den Gast im Inneren tischt jede Familie alles auf, was sie hat, egal ob es ihr letztes zu Essen ist. Auch wartet sie, bis der Gast fertig ist, dann erst isst sie selber. Die alles machen sie sogar, wenn der Gast nicht angekündigt kommt, sofort wird man zum Essen eingeladen oder zumindest zu einem Kaffee.

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Dutchfall, Magenschmerzen und Fieber

Davon waren meine letzten Tage geprägt. Doch halb so wild, ich habe es schon wieder überstanden. Durchfall ist hier ganz anders als in Deutschland, nicht mal eben nur so ein wenig „Dünnschniss“, ich spürte auch Grenzen, wo es einem nicht mehr zum Lachen war. Ich musste nachts aufs Klo, plötzlich wurde mir schlecht und es kam oben und unter raus, dann versucht ich wieder ins Bett zu gehen, Gott sei dank kam meine Ersatzmama, die mich pflegte und half mir. Ich wusste kaum mehr was um mich geschah, hatte Fieber und schwere Kreislaufprobleme. Ich bin noch nie ohnmächtig geworden, doch ich glaube ich war kurz zu vor.
Wie erwähnt, ich musste mich nicht alleine Pflegen, sondern die Tage in denen ich krank war und nicht auf Arbeit gehen konnte, wohnte ich bei einer sehr sehr lieben Familie hier in Witmarsum. Sie versorgten mich wie ihr eigenes Kind, Ute schaute sehr oft nach mir, auch nachts, vor allem ob ich genug Trinke, denn zu wenig Flüssigkeit ist hier sehr gefährlich.
Grund meiner Krankheit ist unklar, doch ich vermute mein Körper war noch nicht das unabgekochte Wasser gewöhnt, dass Benjamin (ein anderer Freiwilliger) und ich bei einer Ausfahrt ins Innere bei einer Familie getrunken haben. Er hatte bzw. hat noch die selbe Krankheit wie ich.

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Unsere Wohnung und unser tolles Geschenk

Also die liebe Doro, auch eine Freiwillige, und ich wohnen gemeinsam direkt auf dem AMB-Gelände, dort wo ich auch arbeite. Wir teilen uns ein kleines einstöckiges Haus mit Daniel und seiner Familie, auch ein Mitarbeiter bei AMB. Jeder hat aber seinen seperaten Eingang, der von einer große Terrasse abgeht. Wenn man zu unserer Türe reinkommt, steht man direkt in der Küche, das ist auch unser Aufenthaltszimmer mit großem Tisch. Dann geht’s weiter einen Gang lang, wo erst links mal ein schönes großes Bad mit warmer Dusche abgeht, und dann später 2 relativ große Zimmer. In dem einem schlafen wir zusammen drin und das andere soll mal ein gemütliches Wohnzimmer werden, noch sieht es nicht so schön drin aus. Wir haben genug Betten und Platz, so, dass auch schnell mal die anderen weiblichen Freiwilligen zum übernachten das Wochenende zu uns kommen können, dass ist sehr praktisch. Auch das AMB-Gelände, was zwar weit ab von dem eigentlichen Zentrum von Witmarsum ist, ist sehr schön. Man hat hier viel Platz und es gibt sogar einen kleinen Wald. Ich freue mich sehr, hier wohnen zu dürfen!
Auf dem Foto ist Doro mit dem kleinen Geschenk , welches wir am 12.9. bekommen haben. „Ist es nicht toll?“ Ein Schweineschwanz, auf dem Beilagezettel stand, wir sollen es als Rucksackanhänger benutzen, gute Idee nicht? Gibt es eine gewisse Duftnote mit der Zeit. Na ja, so sind hier die Leute. Am 12.9. wurde hier bei der AMB ein Schwein geschlachtet und gewisse Leute haben uns halt so lieb, dass sie uns ein Andenken an dieses Ereignis hinterlassen haben. Sie haben es uns mitten auf den Esstisch gelegt! Doch interessant war mal zu sehen, dass Schweineschwänze gar nicht geringelt sind... Wusstet ihr das?

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05 September 2007

Meine ersten Arbeitstage

Also heute ist mein zweiter Arbeitstag (Mittwoch). Am Montag ging es für mich los hier und es ist einfach herrlich, endlich richtig mitarbeiten zu dürfen. Klar kann ich noch nicht so viel machen und ich muss mich erst einmal langsam reinfitzen, wie es welcher Familie geht, welche Probleme wer so hat und wer zu welcher Familie die Pateneltern sind. Doch es macht total Spass!
gbAm Montag habe ich 4 Briefe an deutsche Pateneltern geschrieben, 1 ½ portugiesische übersetzt (noch mit viel Hilfe), mich in ein paar Mappen von Familien eingelesen und ein paar Akten sortiert.
Dienstag ging es dann erst einmal zur Polizei. Wir Freiwilligen haben uns dort angemeldet und unseren Ausweis abgeholt. Die größte Zeit bestand aus warten, warten, warten, ... und warten. Curitiba ist bekannt für seine Sauberkeit, doch für mich wirkt sie auch ziemlich kaotisch, naja Großstadt. Lustig ist auch, es gibt hier sehr sehr viele Zebrastreifen, doch anhalten tun die Autos da nie.
Heute darf ich wieder fleißig arbeiten und es macht mir viel Freude! Bis jetzt hab ich portugiesische Briefe übersetzt, ne Tabelle angelegt und so diverse Sachen. Die Pausen hier sind auch lustig, drei am Tag und frühs halb acht immer eine Morgenandacht :)
Von Doro und meiner Wohnung berichte ich das nächste Mal...

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