kleines_annchen

03 Oktober 2007

Ein paar Bilder aus dem Inneren




Das ist eine Dusche von einer sehr armen Familie, die noch kein angebautes Bad haben.
Eine Wäscheleine aus Stacheldraht und ein normaler Waschkübbel mit Waschbrett. Andere Leinen sieht man hier so gut wie nie. Oft hängt die Wäsche auch einfach nur über dem Stacheldrahtzaun.
Eine einfache Holzhütte ohne Fensterscheiben.
Tabakbauern bearbeiten ihr Feld.
Wir halten die Familien auch dazu an einen Gemüsegarten anzulegen, wodurch sie sich selber versorgen können. Dazu bringen wir ihn durch die Patenschaft den Samen. Das ist so ein schön angelegter Garten, nicht jeder Garten sieht so gut gepflegt aus.

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Das Wetter

Erinnert ein wenig an den April bei uns: „Der weiß nicht was er will!“ So ist es hier auch. Erst war schon Badewetter und nun ist es wieder sehr sehr kalt geworden, sogar in zwei Pullovern friert man. Nachts braucht man mindestens zwei Decken, Fingerhandschuhe und Schal kann ich auch nur jedem empfehlen! Das ungewohnte ist vor allem auch, dass es draußen genauso kalt ist wie in den Wohnungen. Heizungen gibt es nicht, höchstens mal einen Kamin und sonst den Holzherd in den armen Familien. Doro und ich haben weder Kamin noch Holzherd, nur unseren Gasherd. So zieht man sich halt mehrere Pullover an und hoffe auf wärmere Tage.
Immerhin war schon Frühlingsanfang, bald wird Sommer! ;)
Ich wünsche Euch einen schönen Herbst und weiße Weihnachten, denn die werde ich garantiert nicht haben, eher „heiße“! ;)

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Träume und Ziele

Ich versuche mich, wenn wir ins Innere fahren auch immer ein wenig mit den größeren Kindern zu unterhalten. Es ist interessant, bis jetzt gehen alle gerne in die Schule. Und viele habe ihre Träume für die Zukunft. Heute (Donnerstag 27.9.07) habe ich ein Mädchen kennen gelernt, dass will gerne Ingenieur werden. Es ist so schön zu sehen, wie die Kinder träumen, trotz der ganzen Armut und teilweise auch Aussichtslosigkeit. Die Schule ist hier kostenlos, vom Staat getragen, jedoch jede Ausbildung kostet Geld, welches nicht der Staat zahlt.
Mir wurde dabei so bewusst, wie schnell ich bis jetzt immer Hoffnung und Träume aufgegeben habe bzw. gar nicht erst begonnen habe zu träumen, weil es hoffnungslos aussah.
Es gibt hier auch das Gegenteil, ein 18-jähriges Mädchen hat vor kurzem mit der schule in der 9. Klasse einfach aufgehört, sie geht nun als Tagelöhnerin mit arbeiten, vor allem beim Tabakanbau. Viele Gewohnheiten der Brasilianer verstehe ich noch nicht so richtig, warum sie wie Leben. Doch ich lerne und versuche mich in die Kultur hinein zu leben.

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Das kleine Mädchen

Am Dienstag waren wir auch bei einer Familie die 5 Kinder hat. Zwei waren nur zu Hause, die anderen waren in der Schule. Das eine Mädchen war 5 Jahre alt und schaute mich die ganze Zeit mit sehr großen Augen an. Sie war sehr davon begeistert, wie ich Fotos von ihr gemacht habe. Gesprochen hat sie wenig. Ich setzte mich neben sie und legte einfach meinen Arm um sie. Es war so schön, nur da auf der einfachen kleinen Holzbank zu sitzen und in ihre großen Augen zu sehen. Mit ihr Zeit zu verbringen und ihr so ein Stück Liebe weiter zu geben. Auch ich konnte selber dadurch viel Liebe Auftanken von Gott Gott. Dann schenkte ich ihr auch noch ein Dominospiel für Kinder, was wir kurz spielten, denn bald müssten wir auch schon weiter.

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Mein Kaninchen "Abelhina"

Also Abelhina kommt von abelha und das heißt Biene auf Deutsch, also „Bienchen“. Wir waren am Dienstag bei einer Familie im Inneren. Die Kinder zeigten uns stolz ihre Kaninchenbabies und ich fragte sie so, ob sie schon Namen haben, die Antwort war nein. So gab ich dem Kleinen, welches ich auf dem Arm hatte einen Namen :) Eigentlich wollte ich es Bine (von Sabine) nennen, doch das war mir zu Deutsch so entstand nach kurzer Zeit Abelhina.
Ich hätte es am liebsten mitgenommen, so süß war es. Und es war genau 1 Monat alt, solange, wie ich schon in Brasilien bin... Doch so ein Tier macht auch Arbeit und bei der Familie hat das süße Kaninchen auch seine Familie. Hoffentlich sehe ich es bald wieder, denn die Familie ist auch voll lieb und gastfreundlich. Sie strahlt so eine Liebe und Wärme aus, dass man sich sehr wohl und willkommen fühlt. Und das trotz ihrer Armut, denn die Familie hat nicht sehr viel.
Das ist der Zwerg:

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Über die Arbeit


Nun will ich wieder von meiner Arbeit berichten. Es ist immer noch herrlich. Ich genieße echt jeden Tag. Zwischen drin hatte ich zwar nun auch mal ein paar Tage die nicht so schön waren. Wo im Büro einfach keine Arbeit da war und ich kleinere Aufgaben erledigen konnte, wie zum Beispiel nur Stifte spitzen. Aber ich bin Gott so dankbar, dass er mir da auch bewusst gemacht hat, dass diese Arbeit wichtig ist. Ich kann nicht immer nur so große ersichtlich wichtigen Dinge machen, manchmal muss man sich auch viele Blasen an den Fingern reiben für die kleinen Aufgaben (beim Spitzen).
Zur Zeit bin ich gerade auch beim bearbeiten einer Präsentation für Taléia, wenn sie dann nach Deutschland reist. Nora, meine Vorgängerin, hat sie schon begonnen und ich mache sie nun fertig. Auf Arbeit versuche ich nun auch nur noch Portugiesisch zu reden, doch das klappt noch nicht so ganz. Da Verstehen fällt mir so schwer. Im Inneren (Dörfer) bemühe ich mich immer mehr wirklich mit den Leuten zu unterhalten. Das klappt den einen Tag mal besser, den anderen schlechter. Kommt auch sehr auf meine Gesprächspartner an, wie viel Geduld sie mit mir haben. Zumindest macht es viel Spaß und wenn man dann die Erfolge sieht, ist die Freude groß!!
Ich bin auch sehr begeistert davon, wie Gott zu mir hier redet und wie ich ihn immer wieder erleben darf. Gerade durch die Menschen auf den Dörfern, durch ein Lächeln, eine Umarmung, darf ich immer wieder spüren, wie er da ist und mir Dinge deutlich macht. Ich darf hier soviel Lernen und Erkennen und Gott verändert mich. Das ist so schön auch so bewusst mit zu bekommen. Gott hat mich schon viel mehr Gelassenheit und Ruhe geschenkt. Ich bin nicht mehr so hektisch und auch mein totales Planen und dann enttäuscht sein, wenn es doch nicht klappt verliere ich immer mehr. So wie ich in Eigenschaften dazu lerne, wachsen ich vor allem auch im Glauben und in Erkenntnissen. Das wurde mir gerade auch in der Vorbereitung auf meine Andacht (die ich in der Morgenandacht bei der AMB am Mittwoch 26.9.07 gehalten habe) bewusst. Ich bin ein Missionar auch wenn ich nicht in den Urwald gehe und große Reden schwinge, auch wenn ich keine Bibelschule absolviert habe, etc. Wir alle Christen sollen kleine und große Missionare sein, dass sind wir nämlich allein schon, wenn wir einem anderen Menschen Gottes Liebe weitergeben, zum Beispiel durch eine liebevolle Umarmung. Missionar zu sein ist eine Einstellungssache, die wir jeden morgen neu bekennen sollen, Mission ist ein Lebensstil!
Sei ein kleiner Missionar in deiner Umgebung!! dazu will ich euch Mut machen!

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nach einer woche...

nach einer woche ist das internet mal wieder so schnell, dass ich meine texte veröffentlichen kann!! *freu*
geschrieben habe ich sie bereits am 27.9.07

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